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Wie es zur Gründung von Sport-Job kam

TillGlaubst Du ein Mensch ohne Fußballbegeisterung kann erfolgreich ein Sportunternehmen gründen?

Ja, es geht. In den kommenden Zeilen erzähle ich Dir wie es dazu kam und was Du vielleicht für Deine eigene Karriereplanung mitnehmen kannst. Eigentlich bin ich in die Sportbranche gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Ich war in der Schule nie eine ausgesprochene Sportskanone. So manches Mal habe ich das demütigende Gefühl im Schulsport miterlebt, als einer der letzten auf der Bank sitzen zu bleiben, bis man mich in ein Team wählte.

Ich hatte allerdings Spaß an Bewegung und ich war immer vielfältig interessiert. So ergab es sich, dass mich ein Freund, den ich bei einem Tai Chi Chuan Kurs kennenlernte, mich an die Deutsche Sporthochschule mitnahm. Ich war begeistert von dem interdisziplinären Fächerkanon, den die Sportwissenschaften boten und so entschied ich mich zum Sportstudium.
Wie man sich denken kann fiel mir das Studium nicht leicht, aber ich habe mich durchgebissen. Meine Lieblingsfach im Sportstudium war Spiel Musik Tanz von den Dozenten Anne und Wolfgang Tiedt. Dieses exotische Fach, was vielen als  Bewegungstheater bekannt ist, hat mir eines der Schlüsselerlebnisse des Studiums beschert. Nämlich die Selbsterkenntnis kreativ zu sein. Für jemanden wie mich, der nicht gerade als Topathlet daher kommt war es schon erstaunlich, ausgerechnet diese Erkenntnis auf dem Campus der Sporthochschule zu erfahren.
Der Weg zur Gründungs-Idee
Heute sehe ich das anders und sage, dass es eigentlich eine Schande für jeden Sportabsolventen ist, dass die eigentlichen Qualifikationen wie Kommunikationsstärke, Kreativität & Leistungswille am Arbeitsmarkt nicht auf eine entsprechende Wertschätzung oder faire Bezahlung treffen. Daher möchte ich Dich motivieren,  deinen Talenten und Fähigkeiten mehr Wertschätzung entgegen zu bringen. Denn dies wird Dir bei der Selbstvermarktung im Beruf ungemein helfen.
Als nach dem Vordiplom so langsam die Entscheidung anstand, was ich mit dem Studium denn überhaupt machen wollte kam erst einmal eine große Leere.  Einen lehrenden Beruf fand ich schon cool, aber der klassische Lehrerberuf kam für mich nicht in Frage. Aber ich hatte einen Freund, der schon lange selbstständig war. Er inspirierte mich, auch nach einer Gründungsidee zu suchen. Da ich immer schon in gewisser Weise anders gedacht habe als die meisten Kommilitonen, konnte ich auch mit klassischen Job- und Selbständigkeitsperspektiven nichts anfangen. Ich suchte nach etwas Besonderem. So kam es, dass ich Ende der 90er Jahre sämtliche Möglichkeiten recherchierte, an welchen Stellen Jobs für Sportler ausgeschrieben wurden. Dies waren eher schwarze Bretter, Zeitschriften oder Mund zu Mund Propaganda. Das Internet stand noch in den Kinderschuhen.
Durchhaltevermögen als essentieller Charakterzug
Bei der Recherche, wie die Jobs vergeben werden, hat mir sicherlich auch meine studentische Tätigkeit beim IST Studieninstitut verholfen. Ich war dafür zuständig, Absolventen aus dem Bereich Sportmanagement  zu Jobs zu verhelfen und gleichzeitig bei Arbeitgebern Lehrgänge des Instituts bekanntzumachen. So kam ich 1999 auf die Idee, die Firma Sport-Job zu gründen.
Dies ist mittlerweile 15 Jahre her und wenn Du nun glaubst, dass dieser Weg straight war, dann kann ich Dich beruhigen. Er war es nicht.  Ich musste vor Allem zwei Dinge feststellen. Erstens, dass ich so gar keine Ahnung hatte, auf was es als Unternehmer ankam und Zweitens, dass ich mit meiner Idee zur Gründung von Sport-Job ungefähr 5-10 Jahre zu früh kam. Ersteres hat mich mehrere Male kurz vor den Ruin getrieben. Und bei Zweitem hat mir bei der Umsetzung des Projektes vor allem ein Charakterzug geholfen, der essentieller für jeden Unternehmer ist, als Du vielleicht denkst – nämlich Durchhaltevermögen.
Die richtige Idee zur falschen Zeit
Das, was ich vor 15 Jahren in den ersten Sport-Job Businessplan reingeschrieben habe, war zum Einen so anspruchsvoll, dass ich es erst jetzt mit der langen Erfahrung  im Markt so umsetzen kann und zum Zweiten scheinbar so visionär, dass es erst jetzt vom Markt richtig angenommen wird.  Nämlich der Unternehmenszweck von Sport-Job; zwischen den Interessen der Unternehmen (Arbeitgeber) und den talentierten Bewerber so zu vermitteln, dass es für beide gewinnbringende Lösungen mit sich bringt. Dies ist auch die Philosophie des Sport-Job Logos, in dem zwei Bereiche harmonisch zu einander geführt werden.
Vielleicht ist auch bei Dir Durchhaltevermögen der Schlüssel, der  Dich Deinem Berufswunsch und der Gründung der eigenen Firma näher bringt. Und wenn dieser in der Sportbranche liegt, dann möchte ich Dich dazu ermuntern, an Deinen Zielen dran zu bleiben.

 

Über den Autor

Till Leon Kraemer

Ich bin Till Leon Kraemer und möchte hier mein Wissen über Karriere in der Sportbranche teilen. Bereits seit 1996 beschäftige ich mich mit diesem Thema. 1999 gründete ich die Firma Sport-Job.de. Seitdem helfe ich Menschen, sich Ihrer beruflichen Stärken bewusst zu werden und sich erfolgreich in der Sportbranche zu positionieren.

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  1. Lukrative Geschäftsideen im Sport finden | Sport-Job Blog

    […] meinem Artikel letzte Wochehabe ich Dir über meine persönliche Gründungsgeschichte erzählt. Und auch ich hab in der Tat längere Zeit gebraucht um zu erkennen, dass die wahre […]

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