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Was ist eigentlich Crowdsourcing?

Crowdsourcing ist in aller Munde, doch was ist das überhaupt? Zunächst kann man den Begriff in die zwei Worte „Crowd“ und „Outsourcing“ aufteilen, womit so viel gemeint ist wie das Auslagern des Ideen- und Arbeitsprozesses an die Masse der Internetuser.

Jeff Howe verwendete diesen Begriff 2006 erstmals in einem Artikel

 

Definition “Crowdsourcing is the act of taking a job traditionally performed by a designated agent (usually an employee) and outsourcing it to an undefined, generally large group of people in the form of an open call”.

Paul Sloane hat 2011 4 Kategorien zum Crowdsourcing unterteilt. „Collective Intelligence“ oder „Crowd Wisdom“ fordert die User dazu auf, bestehende Projekte zu verbessern oder neue Innovationen erschaffen zu lassen. Eine „Crowd Creation“ kommt nach zuvoriger Ideenansammlung der Masse (crowd) zustande, wenn ein Unternehmen ihre Benutzer auffordert ein Produkt zu kreieren oder zusammen mit ihnen ein Produkt zu entwickeln. Die dritte Kategorie bezeichnet Sloane als „Crowd Voting“, wobei es um die Einbeziehung der Meinungen der Internetuser geht. Zuallerletzt gibt es noch das „Crowdfunding“. Beim Crowdfunding finanzieren viele Menschen ein Projekt oder ein Unternehmen.

Wie funktioniert das Ganze ? Das Projekt beginnt mit einer Vorbereitungsphase, in der man zuerst die Fragestellung definieren und Ziele setzen muss. Eine wichtige Rolle spielt hier, ob die Fragestellung überhaupt für Crowdsourcing geeignet ist. Nachdem man sich nun für ein Crowdsourcing-Projekt entschieden hat, ist der Wettbewerb zu initiieren, d.h. die Fragestellung wird deutlich formuliert veröffentlicht. Während der Durchführung kann der Auftraggeber kaum eingreifen; er kann lediglich moderieren und so versuchen, die Ergebnisse in eine andere Richtung zu lenken. Die anschließende Auswertung sollte im Voraus vorbereitet werden, da sie der höchste Arbeitsaufwand ist. Die Einreichungen werden also bewertet und dementsprechend werden die Preise ausgezahlt. Der letzte Schritt des Crowdsourcings beinhaltet die Verwertung des Projekt, dass die Idee letztendlich umgesetzt wird.

Beim Crowdsourcing sollten einige wichtige Punkte beachten werden: Die Beteiligung an einem Projekt ist freiwillig. Jeder kann wann und wo er will, an dem Projekt arbeiten. Dieses Freiwilligkeitsprinzip erhöht ungemein die Motivation. Neben der Freiwilligkeit sind auch Spaß und Fairness entscheidende Faktoren für ein positives Endergebnis. Sowohl die Aufgabenstellung als auch der Rahmen sollten klar und deutlich definiert werden, damit Internetuser wissen, auf was sie sich fokussieren müssen und somit zielgerecht handeln können.

Die gestellten Aufgaben an die Internetuser können ganz unterschiedlich sein. Tchibo ideas zum Beispiel hat gleich mehrere Ziele. Die Plattform für Alltagsprobleme sucht zum einen neue Produktideen, die durch Problemlösungen entstehen, damit sie dann im besten Fall produziert werden können. Zum anderen sollen neue, gute Produktdesigner ausfindig gemacht werden. Mit dieser Funktionsweise wird zusätzliche Werbung für Tchibo gemacht.
McDonald’s bindet seine Kunden in die Kunden- und Innovationsprozesse durch die Aktion „Mein Burger“ ein. Jeder kann dort seinen eigenen Burger basteln, ihn benennen und letztendlich veröffentlichen. Der meist gevotete Burger wird schließlich sogar verkauft.

Tchibo ideas und McDonald’s „Mein Burger“  sind aber nur eines von vielen erfolgreichen Crowdsourcing-Projekten.

Wer also selbst Interesse hat, entweder ein eigenes Projekt zu starten oder sogar eines finanziell zu unterstützen, der kann sich auf http://www.crowdsourcingblog.de/ und www.crowdsourcing.org einmal umschauen. Die Gründerszene hat hierzu einen tollen Artikel zu Online-Crowdsourcing Plattformen geschrieben.

Marie Growe

Über den Autor

Sport-Job GmbH

Ich bin Till Leon Kraemer und möchte hier mein Wissen über Karriere in der Sportbranche teilen. Bereits seit 1996 beschäftige ich mich mit diesen Thema. 1999 gründete ich die Firma Sport-Job.de. Seitdem helfe ich Menschen, sich Ihrer beruflichen Stärken bewusst zu werden und sich erfolgreich in der Sportbranche zu positionieren.

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