«

»

Beitrag drucken

Enormes Potenzial für Sport-Jobs im Jahr 2020

Teil 1 – Krisen verändern Arbeits- und Lebenswelten

Als ich vor kurzem beim Karriereforum der Bayreuther Sportökonomie einen Vortrag zum Thema, wie sich der Arbeitsmarkt Sport im Jahr 2020 darstellen würde, halten durfte, wurde mir klar, dass einige meiner Thesen für die aufmerksam lauschenden Studierenden als drastisch rüber kamen.

Dies gilt insbesondere in Bezug auf die gesellschaftlichen Herausforderungen, der wir uns anlässlich der Finanz- und weiteren Krisen stellen werden müssen.

Noch scheint es, als sei Deutschland eine Oase des Glücks und Wohlstands innerhalb Europas. Tatsächlich kann augenscheinlich von einer Krise am Arbeitsmarkt in Deutschland derzeit nicht die Rede sein. Die Firmen stellen weiterhin ein und dies hat ebenso für den Sportmarkt seine Gültigkeit.
Jedoch sollte das Krisenszenario Angestellten im Sportmarkt keine Angst bereiten. Denn im weiteren Teil der Serie werde ich deutlich machen, dass gerade wegen der zu erwartenden Veränderungen und Umstellungen der Jobmarkt im Segment Sportbusiness sogar erheblich profitieren wird.

Beim Blick auf die gegenwärtige globale Situation stehen wir jedoch vor gewaltigen Herausforderungen, denn das was im Jahr 2008 als Finanzkrise begann, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Krise des derzeitigen menschlichen Lebensstils. Neben dem Thema Währungs- und Schuldensituation lebt der Mensch massiv über seine ökologischen Verhältnisse. So verbrauchen die Bundesbürger rechnerisch auf ein Jahr gesehen bereits ab September mehr Ressourcen als der Planet auf natürliche Art und Weise wieder herstellen kann. Was den Anspruch der Schwellenländer zwecks Erreichen der gleichen westlichen Lebensverhältnisse in diesem Zusammenhang bedeutet, kann sich jeder ausmalen.
Neben dem Thema Ressourcen wird sicherlich auch das Thema Klimaerwärmung, so wie die zur Neige gehenden fossilen Brennstoffe einen starken Einfluss auf das menschliche Leben und den Arbeitsmarkt haben. In diesem Zusammenhang ist mit dem Begriff Peak Oil (der Moment, an dem mehr Öl nachgefragt wird als gefördert werden kann) zu erwarten, dass der Ölpreis rapide steigen wird und dies Einfluss auf die menschliche Lebensweise haben wird.
Am Besten greifbar werden die Auswirkungen auf die Arbeitswelt im Hinblick auf die demografische Situation: Bereits in 20 Jahren werden mehr als die Hälfte aller Deutschen mehr als 50 Jahr alt sein. Das Stichwort Fachkräftemangel dürfte unter diesem Thema für Personalmanager und Unternehmenslenker nochmals stärker als Top-Priorität zur Tagesordnung werden. Noch dazu kommt eine geschätzte Anzahl von mehreren Millionen Deutschen, die unter dem Burn-Out Syndrom leiden. Alleine schon die Kompetenz von Sportwissenschaftlern im Hinblick auf die Gesundhaltung von Menschen lässt hier noch ungeahntes Potenzial zur Verwirklichung im Arbeitsmarkt Sport vermuten.

Die Antworten zur Lösung der Herausforderung werden unter dem Titel Nachhaltigkeit zu finden sein. Die gerade beschriebenen Krisen geben Hinweise auf die Notwendigkeit zu einem Umbau des Wirtschaftsmodells, in dem es gilt, die weniger werdenden Ressourcen unter allen gerechter zu verteilen, eine Abkehr von der Ex-und Hopp Gesellschaft zu bewerkstelligen und Konzepte zu finden, bei der die Natur nicht mehr ausgebeutet wird.

Im nächsten Teil der Serie geht es um zu erwartende Arbeitswelten und um die Frage, in welcher Welt Sie arbeiten möchten?

Till Kraemer

Über den Autor

Sport-Job GmbH

Ich bin Till Leon Kraemer und möchte hier mein Wissen über Karriere in der Sportbranche teilen. Bereits seit 1996 beschäftige ich mich mit diesen Thema. 1999 gründete ich die Firma Sport-Job.de. Seitdem helfe ich Menschen, sich Ihrer beruflichen Stärken bewusst zu werden und sich erfolgreich in der Sportbranche zu positionieren.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://sport-job-blog.de/sport-jobs-2020-krisen-veraendern-arbeits-und-lebenswelten/

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>