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Neue Ausbildung “Zweiradmechatroniker” ab August 2014

Fahrradreparatur Egal ob Hobby Radler, Mountainbiker oder Rennradfahrer: Zweiräder werden bei immer mehr Menschen in immer vielfältigerer Weise in den Alltag integriert.

Mit der Vielfalt und Technik ändern sich auch die Anforderungen an den Fachkräftenachwuchs. Aus dem früheren Lehrberuf „Zweiradmechaniker“ wird jetzt der „Zweiradmechatroniker“, der ab August 2014 offiziell angeboten wird.

Aufgabe des Zweiradmechatronikers ist der Einkauf, Montage, Diagnose, Reparatur und der geregelte Vertrieb von manuell betriebenen und motorisierten Zweirädern. Unterschieden wird nach den Fachbereichen Fahrradtechnik und Motorradtechnik.

Fahrräder

Durch die Modernisierung und Weiterentwicklung des Marktes, war die Reform des etwas angestaubten Jobs des Zweiradmechanikers überfällig. Neuheiten, wie Pedelecs und der Trend zum E-Bike, sowie das ständig wachsende Interesse an Outdoor-Aktivitäten haben den Drang nach Modernisierung gestärkt. Neben der Anpassung an das Zeitgeschehen, wurden aber auch längst klare Tatsachen im Bezug auf die Arbeit am und rund um’s Fahrrad in der neuen Ausbildungs-verordnung festgehalten.

So  ist auch der Verkauf ein zentrales Thema. In der Bikebranche ist der Anteil der Festbeschäftigen immer noch verhältnismäßig gering. Daher muss man in diesem Bereich vielseitig einsetzbar sein.

Im Interview mit dem Titel „Der Zweiradmechatroniker bringt frisches Wissen ins Unternehmen“ erklärt Frank Döring, warum dieses Berufsfeld, sowohl für junge Leute, als auch für Firmen im Bereich Bike sehr spannend sein kann. Erschienen ist das Interview in der Juni Ausgabe der SAZbike. Junge Leute, gerade aus der Ausbildung, bringen eine Innovationskraft mit und übertragen aber auch Ihre Anpassungsfähigkeit und Lernprozess-Bereitschaft auf die Arbeit. Zunehmend soll jetzt für das neue Berufsfeld geworben werden. Schulen und Messen werden genutzt um Jugendlichen den Spaß an der Arbeit als Zweiradmechatroniker zu vermitteln.

Verdienst/Gehalt

Während der 3,5-jährigen Ausbildung erhält man üblicherweise eine gestaffelte, jährlich ansteigende Vergütung. Abhängig von Branche und Region gibt es teils große Unterschiede in den Gehältern

1.    Jahr zwischen 430 und 650 Euro

2.   Jahr zwischen 480 und 680 Euro,

3.   Jahr zwischen 530 und 750 Euro

4.   Im letzten halben Ausbildungsjahr sogar zwischen 580 und 810 Euro.

Unter bestimmten, klar definierten Umständen ist es möglich, eine Förderung zu bekommen, hierfür muss man den Antrag auf Bundesausbildungsbeihilfe ausfüllen und einreichen.

Ein ausgelernter Zweiradmechatroniker kann ein monatliches Bruttogehalt zwischen 2.400 und 2.550 Euro erreichen. Hinzu können Sonderleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder auch vermögenswirksame Leistungen kommen.

Voraussetzungen

Der Berufszweig des Zweiradmechatronikers setzt eine der vielen verschiedenen Mechatronikerausbildungen voraus. Zwar sieht die Verordnung an sich keine genauen Zulassungsvoraussetzungen vor, dennoch wird in den Betrieben auf manche Dinge mehr Wert gelegt als auf andere. Handwerksbetriebe stellen häufig nur Bewerber mit mindestens einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Bildungsabschluss ein, während Handels- oder Industrieunternehmen einen mittleren Abschluss begrüßen.

Technikunterricht

Da einige handwerkliche Fähigkeiten und naturwissenschaftliche Kenntnisse zu den Grundvoraussetzungen gehören, achten potentielle Arbeitgeber auf entsprechend gute Noten in den Fächern Mathematik, Physik, Werken oder Technik. Mathematik wird benötigt zur Stromstärkenberechnung und Widerstandsermittlung in der Elektrik der Motorräder. Gute Noten im Fach Physik sollten vorhanden sein, damit der Auszubildende die elektronischen und elektrotechnischen Zusammenhänge versteht und sein Wissen zur Fehlerbehebung und -analyse nutzen kann.

Werken und Technik werden für den Tätigkeitsbereich der Metallver- und -bearbeitung benötigt. Hier wird gebohrt, geflext, gefeilt und geschweißt, dafür sollte man handwerkliches Geschick mitbringen.

Auch PC- und Datenmanagement Kenntnisse sind für den angehenden Zweiradmechatroniker von Vorteil, da Dinge wie Bestellungen und Lagerverwaltung heute fast immer über den Computer abgewickelt und dokumentiert werden.

Um den Beruf des Zweiradmechatronikers kennen zu lernen und sich seiner Sache sicher zu sein, empfiehlt sich ein Praktikum vorab.

Über den Autor

Alexandra Willenberg

Zuständig für PR, Kommunikation und Online-Marketing, versorge ich euch mit Informationen rund um die Themen Sport und Karriere. Hier im Blog, im Newsletter oder bei Facebook, Twitter und Co. Ich liebe Sport und fast alles was damit zu tun hat.

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