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Wege zur Motivation im Job

 

“Motivation” Road Sign with dramatic clouds and sky.Mittlerweile gibt es viele Arten, seine Mitarbeiter zu motivieren. Sei es ein Firmenwagen, ein Firmennotebook, ein Arbeitshandy oder ein Gehaltsbonus, viele Arbeitgeber versuchen mit unterschiedlichsten Mitteln, die Motivation ihrer Angestellten zu steigern.

Doch nicht alles davon funktioniert, vor allem nicht pauschal bei jedem und mitunter wirkt es sogar kontraproduktiv.

Denn wenn zwei Mitarbeiter, die dieselbe Arbeit verrichten, ohne Begründung unterschiedlich bezahlt werden, ist dies Gift für die Motivation, zumindest für denjenigen, der weniger verdient. Motivationsforscher wissen zwar, dass diese Gehaltsunterschiede im Alltag aufgrund unterschiedlicher Gehaltsverhandlungen regelmäßig vorkommen, raten aber dringend davon ab, sofern es keine plausible Begründung gibt. Denn die Motivation derjenigen, die weniger verdienen, wird stärker sinken als die Motivation desjenigen steigt, der mehr verdient. Der soziale Vergleich, bei dem sich Kollegen anhand Ihres Gehalts vergleichen und einordnen, spielt hierbei eine wichtige Rolle. Als plausible Begründung wird in manchen Ländern und von manchen Unternehmen die Anzahl der Kinder herangezogen, sodass Arbeitnehmer mit Kindern mehr verdienen als Singles, da sie einen Beitrag zum Fortbestand der Gesellschaft leisten.

Wie Mitarbeiter jedoch generell motiviert werden können, kann nicht pauschal gesagt werden, da dies wiederum auch vom Arbeitnehmer abhängt. Angestellte, die nach mehr Verantwortung streben, werden nicht so einfach mit einer Gehaltserhöhung zu motivieren sein wie andere, die Schulden durch einen Hausbau haben. Top-Manager, die bereits ein sehr hohes Gehalt beziehen, werden hingegen keinen großen Wert auf noch mehr Geld legen, sondern eher auf mehr Freizeit, um das Geld auch ausgeben zu können. Daher ist es wichtig, dass der Arbeitgeber auf seine Mitarbeiter eingeht und weiß, was diese wollen und wie sie zu motivieren sind. Dennoch gilt für alle: Wenn die Arbeit Spaß macht und als sinnvoll erachtet wird, verliert das Geld mehr und mehr an Bedeutung. Man möchte schließlich mit einem guten Gefühl und Spaß an die Aufgaben der täglichen Arbeit herangehen. Dennoch gibt es auch länderspezifische bzw. kulturelle Unterschiede. So wechseln beispielsweise Chinesen bereits bei 2-3% Lohnunterschied den Arbeitgeber.

Auch die Zugabe von Dienstwagen oder –handy hat in der Regel keinen langfristigen Erfolg, da die Motivation meist nur kurzfristig steigt und danach wieder alles beim Alten ist. Bei Bonuszahlungen oder Prämien tritt häufig das Problem der Bemessungsgrundlage auf. In manchen Regionen ist die Kaufkraft schlichtweg geringer, sodass dort weniger Umsätze gemacht werden können. Die Grundlage für Prämien wird jedoch regional bzw. standortbezogen meist nicht angepasst, wodurch Neid und Demotivation entstehen.

Gute Aussichten auf eine Motivationssteigerung hat hingegen ein regelmäßiges Feedback. So hilft es Angestellten zu wissen, dass ihr Vorgesetzter ihre Arbeit gut findet und die Leistung anerkannt wird. Hilfreich sind hierbei regelmäßige Gespräche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, in denen ein vernünftiges Feedback gegeben wird. Anerkennung und Lob sollten jedoch nicht unbedingt öffentlich verteilt werden, sondern vielmehr in persönlichen Gesprächen, da auch hier wieder der Neid der Nichtgelobten zu einer sinkende Motivation führen kann.

In Sachen Motivation liegen deutsche Chefs Statistiken zufolge im unteren Mittelfeld. In Skandinavien hingegen herrscht eine geringere Machtdistanz und Vorgesetzte haben einen besseren Kontakt zu ihren Mitarbeitern. Südamerikaner hingegen lassen sich in der Regel kaum auf ihre Angestellten ein.

Generell kann ich persönlich sagen, dass es immer wichtig ist, ein Feedback über die geleistete Arbeit zu bekommen und zu wissen, dass die Arbeit anerkannt wird. Zudem ist es für den täglichen Gang zur Arbeit wichtig, ein gutes Arbeitsklima durch einen vernünftigen Arbeitsplatz und freundliche Kollegen zu haben. Denn das sind in meinen Augen die Grundlagen für den Spaß an der Arbeit. Und nur dann spielt das Geld auch eine untergeordnete Rolle.

Florian Breu

 

Über den Autor

Sport-Job GmbH

Ich bin Till Leon Kraemer und möchte hier mein Wissen über Karriere in der Sportbranche teilen. Bereits seit 1996 beschäftige ich mich mit diesen Thema. 1999 gründete ich die Firma Sport-Job.de. Seitdem helfe ich Menschen, sich Ihrer beruflichen Stärken bewusst zu werden und sich erfolgreich in der Sportbranche zu positionieren.

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