«

»

Beitrag drucken

Mehr Gehalt = Mehr Motivation? Nicht zwangsläufig

Diese Rechnung geht laut einer Umfrage unter Fach- und Führungskräften nicht auf. Als Anreiz für mehr Leistung und Engagement werden in erster Linie andere Faktoren genannt, als monetäre.

Circa 19.000 Fach- und Führungskräfte wurden gefragt, was sie am meisten motiviert. Nicht wirklich überraschend war, dass an aller erster Stelle ein kollegiales Arbeitsklima, in dem es Spaß macht zu arbeiten, erwähnt wurde. Knapp 80 Prozent empfanden dies als besonders wichtig.

Wenn der Job den Arbeitnehmer erfüllt, sagten zwei Drittel der Befragten. Motivierend wirkt auch ein guter Vorgesetzter, der die Mitarbeiter fördert und fair behandelt. Nur etwas mehr als die Hälfte gab an, dass eine angemessene Entlohnung im Vordergrund stehe.

Wenn nun die Bezahlung nicht als wichtigster Faktor für die Motivation angegeben wird, muss dennoch gefragt werden, wie die Befragten zu leistungsorientierter Bezahlung stehen? Ebenfalls etwas mehr als die Hälfte gab an, dass ein variabler Gehaltsanteil von 30 Prozent und mehr, sich eher negativ auf die Arbeitnehmer auswirkt und sie eher unter Druck setzt. Rund 33 Prozent lehnen variable Vergütungen ab.

Bleibt zu klären, was den Arbeitnehmer zum Verlassen des Arbeitsplatzes bewegt? Mit fast 90% rangiert das schlechte Arbeitsklima auf Platz 1 der Abwanderungsgründe. Etwas weniger als 30 Prozent würden kündigen, wenn das Gehalt niedrig ist und ein anderer Arbeitgeber sie mit mehr Gehalt locken würde.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Freude an der Arbeit, das soziale Klima und die Möglichkeit Arbeit, Familie und Privatleben unter einen Hut zu bringen, der ausschlaggebende Punkt ist um die Motivation anzutreiben. Auch genügend Verantwortung und eine gute Work-Life-Balance sorgen dafür, dass der Arbeitnehmer mit hoher Motivation arbeitet. Dabei spielen eine Gehaltserhöhung, Dienstwagen oder Diensthandys nur eine untergeordnete Rolle, die eher als Goodies betrachtet werden.

Anders als in der Industrie sind in der Sportbranche 25- 30 Prozent geringere Gehälter zu erwarten. Diese Tatsache führt dazu, dass der monetäre Anreiz in dieser Branche einen höhren Stellenwert hat und die Motivation der Arbeitnehmer merklich beeinflussen kann.

Über eine direkte Beteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmenserfolg wäre eine Alternative um doch mit monetären Mitteln, mehr Motivation zu erreichen. Zur Zeit machen das aber nur die wenigsten deutschen Firmen also bleibt abzuwarten wie sich  dieses Modell in der Zukunft entwickelt.

Wie sehen Sie die Ergebnisse der Befragung?

Dario Canto

Über den Autor

Sport-Job GmbH

Ich bin Till Leon Kraemer und möchte hier mein Wissen über Karriere in der Sportbranche teilen. Bereits seit 1996 beschäftige ich mich mit diesen Thema. 1999 gründete ich die Firma Sport-Job.de. Seitdem helfe ich Menschen, sich Ihrer beruflichen Stärken bewusst zu werden und sich erfolgreich in der Sportbranche zu positionieren.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://sport-job-blog.de/mehr-gehalt-mehr-motivation-nicht-zwangslaeufig/

2 Kommentare

3 Pings

  1. Olga Burgardt

    Hallo,

    ich möchte demnächst meine BA Arbeit über ein ähnliches Thema schrieben.
    Könntest du mir bitte sagen, wer die Umfrage gemacht hat und ob man die online runterladen kann, oder wo ich die finden kann?

    Ich freue mich auf dein Feedback.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Olga Burgardt

  2. Sport-Job GmbH

    Hallo Olga,

    die Studie wurde von StepStone in Zusammenarbeit mit der Hay Group erstellt.
    Anbei der Link zu den Ergebnissen der Studie auf stepstone.de:
    http://www.stepstone.de/Ueber-StepStone/presse/motivation-ist-nicht-kaeuflich.cfm

    Frau Inga Rottländer von der StepStone Presseabteilung könnte dir weitere Informationen zur Studie zukommen lassen.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei der BA Arbeit.

    Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dario Canto

  1. Gastbeitrag von Till Leon Kraemer: Berufliche Unzufriedenheit und wann sich ein Jobwechsel in die Sportbranche lohnt | Sport-Job-Blog

    […] im Sport im Schnitt oft 20-30 % weniger Geld bezahlt wird, müsstest Du u.U. mit Gehaltseinbußen leben, oder mangels Branchenerfahrung ein oder […]

  2. Berufliche Unzufriedenheit und wann sich ein Jobwechsel in die Sportbranche lohnt | Till Leon Kraemer

    […] im Sport im Schnitt oft 20-30 % weniger Geld bezahlt wird, müsstest Du u.U. mit Gehaltseinbußen leben, oder mangels Branchenerfahrung ein oder […]

  3. Outdoor-Einblicke #2 | Sport-Job-Blog

    […] So stehen die Chancen gut, engagierte und motivierte Kollegen jeder Altersklasse anzutreffen. Denn mit dem Team steht und fällt ja häufig die Freude am Job. […]

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>