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Das Bewerbungsfoto – Trotz AGG: Fast alle Firmen wollen Fotos

Wenn man sich bewirbt stellt man sich eigentlich immer dieselbe Frage: Welches Foto verwende ich für meinen Lebenslauf?

Diese Entscheidung ist mit die Schwierigste, weil es allgemein bekannt ist, dass relativ viel vom Bewerbungsfoto abhängt.

Studien haben ergeben, dass der Betrachter in weniger als 100 Millisekunden ein Urteil über die abgebildete Person, ihre Fähigkeiten und ihr Sozialverhalten fällt. Ein gutes Foto ersetzt zwar nicht fachliche Qualifikation, dennoch kann es den Ausschlag geben, wenn zwei Bewerber nach der Papierform gleichauf sind. Zwar lässt sich der erste Eindruck bei einem Bewerbungsgespräch ändern, doch soweit muss der Bewerber erstmal kommen.

Personalabteilungen wollen sich ein Bild machen
Trotz allgemeinem Gleichbehandlungssgesetz (AGG) wollen Unternehmen nach wie vor gerne ein Bild des Bewerbers sehen. Die Aufforderung, “übliche, aussagekräftige Unterlagen” zu kommen zu lassen, bedeutet eigentlich nichts anderes, als dass die Personalabteilung ein Bild des Bewerbers voraussetzt!

Das Bewerbungsfoto dürfte hier zu hierzulande noch einige Zeit Standard bleiben, denn schließlich dient es dem Personaler – wissentlich oder unwissentlich als weitere Information im Bewerbungsverfahren. Dabei geht es nicht darum wie attraktiv der Bewerber oder die Bewerberin ist, sondern vielmehr geht es um Sympathiewerte, die mit einem Foto ausgedrückt werden können. Natürlich gibt es branchespezifische Unterschiede. Doch Vorsicht: Gerade im Sportbereich neigen Bewerber dazu, den meist lockeren, zwischenmenschlichen Umgang als Aufforderung zu sehen, sich mit einem saloppen Foto als Fitnesstrainer, Skifahrer oder Mountainbiketrainer in Szene zu setzen. Mit einem Sakko und offenem Hemd fahren Männer im Sportbereich meist sehr gut. Frauen sollten zwar kein Kostüm, zumindest aber eine ansprechende Bluse wählen.

Der Spiegel-Artikel “Schöne Frau, schick besser kein Foto”  gibt einen weiteren Einblick in die Thematik, nur von einem anderen Standpunkt.

Checkliste Bewerbungsfoto

  • Lassen Sie die Bilder von Profis und möglicherweise mit mehreren Outfits machen. Kostet mehr Zeit und Geld, ist aber auf jeden Fall eine Investition die sich lohnt. Verzichten sollten Sie auf Urlaubs-, Freizeit und Automatenbilder.
  • Ob bunt oder schwarz-weiß bleibt Ihnen selber überlassen, da es keine branchenspezifische Präferenzen dafür gibt.
  • Weniger ist mehr. Übertreiben Sie nicht mit Make-Up, Schmuck und aufwendigen Frisuren. Dezente Farben lenken nicht von Ihnen ab und für Brillenträger gilt: lassen Sie die Brille auf. Da es um Sympathie geht, vergessen Sie nicht zu lächeln!
  • Bei der digitalen Nachbearbeitung sollten Sie recht vorsichtig sein. Pickel retuschieren ist kein Problem aber lassen Sie den Fotografen keinen neuen Menschen erschaffen. „Nobody is perfect“ – Natürliches Auftreten ist ehrlich und das macht Sie interessant.
  • Platzieren sollten Sie das Bild rechts oben auf dem Lebenslauf. Es sollte wenn möglich die Größe von 6,5 cm x 4,5 cm nicht überschreiten.

Darío Canto

Über den Autor

Sport-Job GmbH

Ich bin Till Leon Kraemer und möchte hier mein Wissen über Karriere in der Sportbranche teilen. Bereits seit 1996 beschäftige ich mich mit diesen Thema. 1999 gründete ich die Firma Sport-Job.de. Seitdem helfe ich Menschen, sich Ihrer beruflichen Stärken bewusst zu werden und sich erfolgreich in der Sportbranche zu positionieren.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://sport-job-blog.de/das-bewerbungsfoto-trotz-agg-fast-alle-firmen-wollen-fotos/

1 Kommentar

  1. Tobias

    Lehrreicher Artikel. Interessant, wenn man sowas auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten kann.

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