«

»

Beitrag drucken

Das Assessment Center

Viele große Unternehmen nutzen heutzutage das Assessment Center (AC), um geeigneten Nachwuchs zu rekrutieren. Dabei werden die Kandidaten in verschiedenen Disziplinen und unter verschiedensten Stresssituationen auf ihre Tauglichkeit hin geprüft.

Das Wort Assessment kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Abschätzung“, „Feststellung“ und „Bewertung“. Es besteht aus einer Kombination von verschiedensten Tests, Planspielen und Gesprächen, die in Gruppen- und Einzelaufgaben absolviert werden.

Dies kann je nach Unternehmen zwischen einem und drei Tagen dauern. Mittlerweile werden AC aus Diskretionsgründen individualisiert, sodass sie nicht mehr als solche zu erkennen sind. Somit lässt sich die Zahl der Unternehmen nicht eindeutig beziffern, die AC durchführen. Ebenfalls werden auch in der Sportbranche AC durchgeführt. Bei Fitness First etwa sind Sie ein durchaus gängiges Mittel zur Rekrutierung. Auch interne AC, sogenannte Potential-Assessments, werden dazu genutzt, die Kompetenzen der eigenen Angestellten zu überprüfen und richtig einzusetzen.

 

Aufgaben

Je nach Länge des AC können den Bewerben zwischen drei und acht verschiedene Tests mit unterschiedlichsten Anforderungen gestellt werden. Dabei kann es sich um Einzel- oder Gruppenaufgaben handeln. Ziel ist es, nicht nur eine spezifische Fähigkeit zu ermitteln, sondern die komplette Bandbreite der sogenannten Soft Skills messbar zu machen. Das Gesamtergebnis ist dabei entscheidend und dieses wiederum ermittelt sich aus den Ergebnissen der einzelnen Aufgaben.

 

Gruppendiskussion

Hierbei geht es darum, im direkten Vergleich mit den anderen Bewerbern möglichst gut abzuschneiden. In der Regel wird ein vorgegebenes, kontroverses Thema diskutiert. Die Bewerber müssen den Sachverhalt verstehen, ihre Position vertreten und eine überzeugende Argumentationsstrategie entwickeln. Auch auf die Körpersprache sollten die Bewerber dabei achten. Ziel dieser Aufgabe ist es, das gestellte Problem möglichst einvernehmlich zu lösen.

Drei Kompetenzen werden dabei besonders beachtet:  „soziale Kompetenz“, „systematisches Denken und Handeln“ und „Aktivitätspotenzial“. Zu den sozialen Kompetenzen zählen Integrationsfähigkeit, Selbstdisziplin sowie unter anderem Rhetorik und Ausdrucksmöglichkeit. Problemerkennung, Kombinations- und Entscheidungsfähigkeit zählen unter anderem zum systematischen Denken und Handeln. Das Aktivitätspotenzial lässt sich durch Selbstwertgefühl, Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen beurteilen.

Generell sollten Sie in solchen Aufgaben Kompromissbereitschaft zeigen und jeden Redner respektieren, denn nichts fällt negativer auf, als einem anderen ins Wort zu fallen. Sicheres Auftreten und das Vertreten einer klaren Meinung gehören hierbei zu den Basics.

 

Konkurrenten

Die Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und so sollten Sie auch mit der Konkurrenz im AC umgehen. Schließlich sollen Sie in der Gruppenaufgabe auch miteinander eine Lösung finden und nicht nur auf eigene Faust. Die Gute-Freunde-Tour ist allerdings  nicht geeignet, da man die Beobachter von sich überzeugen möchte und nicht von einem vermeintlich besten Freund. Der goldene Mittelweg ist hier wohl die beste Lösung.

Gehen Sie fair und freundlich mit Ihren Mitstreitern um, auch nach dem Test. Respektieren Sie deren Qualitäten ohne dabei neidisch zu werden oder in Missgunst zu verfallen. Bewahren Sie aber eine gewisse Distanz, denn schließlich ist das Ihr Konkurrent. Die Konzentration auf die Lösung der Aufgabe muss im Fokus stehen. Wenn es um Teamarbeit geht, engagieren Sie sich in der Gruppe; sollte es auf die Einzelqualitäten ankommen, geben Sie Ihr Bestes und denken Sie nicht an andere. Begegnen Sie ihren Konkurrenten auf Augenhöhe. Erst später qualifizieren sich einige für Höheres.

 

Zeitdruck

Eine der zentralen Aufgaben eines Assessment Center ist es, gute Leistungen unter Stress und Zeitdruck zu erbringen. Aufgaben sind dabei so konzipiert, dass sie innerhalb eines bestimmten Zeitraums gelöst werden müssen. Einige Aufgaben können gar nicht vollkommen in der vorgegebenen Zeit gelöst werden. Die Prioritäten der Bewerber sollen mit solchen Aufgaben herausgefunden werden.

  • Lösen Sie lieber fünf Aufgaben gut, als eine perfekt.
  • Die Zeit sollten Sie im Auge haben. Am besten ist es, wenn sie Ihre Uhr auf dem Tisch platzieren, so müssen Sie nicht immer auf ihr Handgelenk schauen.
  • Bei komplizierten Aufgaben sollten Sie sich einen Zeitplan erstellen und Schwerpunkte zur Lösung setzen.
  • Lesen Sie die Aufgaben konzentriert durch. Je mehr Sie beim ersten Mal verstehen, desto weniger müssen Sie das Lesen wiederholen.
  • Denken Sie nicht an die Zeit, denken Sie an die Bewältigung der Aufgaben.
  • Üben Sie schon im Vorhinein, Ihre Zeit richtig einzuteilen.

Damit es keine bösen Überraschungen gibt, sollten Sie sich auf ein Assessment Center vorbereiten.

Welche Erfahrungen haben Sie bei Assessment Center gesammelt?

 

Darío Canto

Über den Autor

Sport-Job GmbH

Ich bin Till Leon Kraemer und möchte hier mein Wissen über Karriere in der Sportbranche teilen. Bereits seit 1996 beschäftige ich mich mit diesen Thema. 1999 gründete ich die Firma Sport-Job.de. Seitdem helfe ich Menschen, sich Ihrer beruflichen Stärken bewusst zu werden und sich erfolgreich in der Sportbranche zu positionieren.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://sport-job-blog.de/das-assessment-center/

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>