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Begriffslexikon: Barcamp

Was ist ein Barcamp?

VorfreudeDas BarCamp  ist eine „Un“-konferenz. In anderen Worten: Das BarCamp greift zwar den Sinn einer Konferenz, den Austausch und die Übermittlung von Informationen auf, entfernt sich aber bewusst von den starren Strukturen einer klassischen Konferenz. Der Grundgedanke eines BarCamps impliziert, dass es hier keine Zuschauer, sondern nur Teilnehmer gibt. Interaktion ist neben dem Wissensaustausch das A und O. Meist arbeitet man gemeinsam an Projekten oder Fragestellungen, die sich häufig nach individuellen Interessen der Teilnehmer oder aktuellen Geschehnissen richten.

Das Wort  “BarCamp” setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  1. Es ist eine Anlehnung an das Format der FooCamps (Friends of O’Reilly), in welchem sich Freunde und Bekannte des Namensgebers Tim O’Reilley zum Austausch und Übernachten trafen.
  2. Foo steht in der IT- Umgangssprache als Platzhalter. Initiatoren und Erfinder des BarCamps, ersetzten diesen Platzhalter einfach mit einem anderem. Dem „Bar“.

Somit war der Ausdruck BarCamp geschaffen.

Wie läuft so ein BarCamp ab?

Ein BarCamp besteht aus sogenannten Sessions, mit denen Diskussions- und Vortragrunden der Teilnehmer gemeint sind. Inhalt, Ablauf und Gestaltung dieses Formats entwickeln die Teilnehmer jeweils selbst. Jeder, der einen Workshop zu einem bestimmten Thema selbst abhalten will, hat die Chance dazu.

Der Prozess läuft wie folgt ab: Er beginnt mit einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmer, in der sie sich und Ihr Interesse am Thema vorstellen.

WorkshopDarauf folgt die Session-Planung durch die die Teilnehmer  die verschiedenen  „Un“-konferenzen organisieren  können. Doch Flexibilität spielt hier eine große Rolle. Präsentationen und Diskussionen dauern so lange wie sie dauern, oder bis die folgende Präsentation beginnt. Vor und nach den Sessions ist es Aufgabe eines Moderators ein Anfangs- und Schlussplenum zu halten. Den neben der reinen Workshop-Zeit, geht es schließlich auch darum, Ergebnisse zusammen zu tragen, weiter zu entwickeln und evtl. in die Praxis zu übertragen.

Ursprünglich waren die meisten BarCamps fokussiert auf Themenbereiche wie IT, Social Media und Technologie. Doch mittlerweile sind die Veranstalter vielschichtiger und bieten ein breites Spektrum an Themen, zu beispielsweise Gesundheit, Politik, Finanzen, Hotellerie, Life-Work-Balance, Tourismus und vielen mehr.

Das Networking-Potential dieser Veranstaltungen ist groß. Entgegen allen aktuellen Entwicklungen, hin zu einer digitalen Welt, funktioniert hier Vernetzung und Diskussion noch face-to-face. Die Vorteile liegen auf der Hand:

Was sind die Vor- und Nachteile eines BarCamps?

Waage

BarCamps sind starke Lerntools, in denen Teilnehmer „dem Publikum“ aktiv Fragen stellen und  in einer interaktiven Atmosphäre praktische Alltagsthemen diskutieren, die einem die tägliche Arbeit erleichtern. Teilnehmer stehen nicht unter Druck und müssen weder Anforderungen noch fremden Idealen folgen. Dadurch entsteht eine kreative Atmosphäre und Ideen und Ansätze können sich frei entfalten.

Bei Fragestellungen oder Projekten, in denen es ein schon vorbestimmtes Ziel oder Ergebnis gibt, oder die einer kurzfristigen und schnellen Klärung bedürfen, können allerdings klassische Konferenzen effektiver zum Ziel führen. Geht es nur um die Vermittlung von Informationen sowie die Beantwortung von Fragen, aber nicht um den Input der Teilnehmer, ist ein BarCamp wahrscheinlich nicht der richtige Rahmen.

Teilweise scheint es für Veranstalter außerdem schwierig zu sein, den Teilnehmern ausreichend Vertrauen entgegen bringen zu können und die Kontrolle aufzugeben. Das kann in einer Überorganisation enden und das Event wird steif.

Ein Beispiel für einen Vertrter der noch rar gesäten HR-Barcamps in Deutschland, ist das Human Resources BarCamp für Personaler in Berlin. Weitere Informationen zu diesem Event und BarCamps im Allgmeinen findest du hier.

Noch nicht ganz klar? Hier noch mal die Kurzversion:

Alexandra Willenberg

Über den Autor

Alexandra Willenberg

Zuständig für PR, Kommunikation und Online-Marketing, versorge ich euch mit Informationen rund um die Themen Sport und Karriere. Hier im Blog, im Newsletter oder bei Facebook, Twitter und Co. Ich liebe Sport und fast alles was damit zu tun hat.

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  1. Begriffslexikon: Barcamp | SportSquare

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